Empfohlene Routen · Sorrento
Eine Reise in die Vergangenheit Sorrents
Rückwärts durch die Zeit: vom Corso Italia und den Zitrusgärten zu mittelalterlichen Gassen, Stadtmauern des 16. Jahrhunderts und römischen Villen.
3 Min. Lesezeit
Diese Route erzählt Sorrent rückwärts: Statt bei den Ursprüngen zu beginnen, startet sie in der heutigen Stadt mit ihrer belebten Hauptstraße und den modernen Plätzen und geht Schritt für Schritt zurück ins Mittelalter, zu den Mauern des 16. Jahrhunderts und in die Römerzeit. So versteht man auf originelle Weise, wie die Stadt im Lauf der Jahrhunderte Schicht um Schicht gewachsen ist, und läuft dabei kaum mehr als zwei Kilometer auf ebener Strecke.
1. Das Agruminato
Start ist am Corso Italia, im Agruminato, dem öffentlich zugänglichen städtischen Landgut: eine grüne Lunge inmitten des Verkehrs, in der die typischen Zitruskulturen Sorrents erhalten sind. Es ist nicht groß, reicht aber für einen Spaziergang zwischen Zitronen- und Orangenbäumen, bei dem man die Luft des alten sorrentinischen Umlands atmet.
2. Piazza Angelina Lauro und Corso Italia
Richtung Zentrum erreicht man die Piazza Angelina Lauro, die auf einem ehemaligen Landgut der Familie Lauro angelegt wurde, mit Beeten, jahrhundertealten Bäumen und vielen Geschäften ringsum. Rechts steht die Büste von Achille Lauro, einem langlebigen Reeder, der auch hohe öffentliche Ämter bekleidete und die Geschichte Sorrents und Neapels im 20. Jahrhundert prägte. Weiter vorn, an der Fassade von Corso Italia Nr. 186, erinnern Gedenktafeln an berühmte Gäste, die sich in Sorrent aufhielten, darunter der Historiker Bartolommeo Capasso.
3. Die Carmine-Kirche
An der Ecke zur Piazza Tasso lohnt die Carmine-Kirche mit ihrer gelb-weißen Barockfassade einen kurzen Besuch.
4. Das Vallone dei Mulini
Auf der anderen Straßenseite erreicht man das Vallone dei Mulini, eine der am besten erhaltenen Schluchten der Sorrentiner Halbinsel: Von der Brüstung sieht man die von Pflanzen überwucherten Ruinen der alten Mühle, ein Zeugnis der natürlichen Schluchten, die die Stadt jahrhundertelang schützten.
5. Zurück zur Piazza Tasso
Zurück auf der Piazza Tasso geht man am Beet mit der Statue von Torquato Tasso vorbei, dem großen Dichter Sorrents. Links abbiegend betritt man das alte Herz der Stadt.
6. Via Pietà
Hier beginnt die Via della Pietà, eine enge, alte Straße, die dem ursprünglichen Stadtgrundriss folgt und im Sommer dank Schatten und Kühle besonders angenehm ist. Unterwegs sieht man den Palazzo Correale und den Palazzo Veniero, die bedeutendsten mittelalterlichen Paläste Sorrents, sowie die Loggia im Vico Galantario.
7. Der Dom
Am Ende der Straße erreicht man den Dom Santi Filippo e Giacomo, der wegen seines Marmors, seiner Gemälde und Intarsienarbeiten einen ausgiebigen Besuch verdient.
8. Via Sersale und die alten Mauern
Vom Dom folgt man der Via Sersale bis zu den alten Stadtmauern aus dem 16. Jahrhundert, an denen man entlanggehen kann, um ihre mächtige Anlage mit der Bastion von Parsano zu bewundern, bis zur Abzweigung, die rechts wieder auf den Corso Italia führt.
9. Villa Fiorentino
Letzte Station und letzter Sprung zurück in der Zeit ist die Villa Fiorentino, die auf den Resten einer antiken römischen Villa errichtet wurde. Danach bietet sich ein kleiner Einkaufsbummel oder ein Eis in einer der bekannten Bars der Umgebung an, bevor man über den Corso Italia zur Piazza Tasso zurückkehrt.
Mehr erfahren
Um die Stationen historisch einzuordnen, lesen Sie unsere Geschichte Sorrents. Wer den Tag mit Altstadt und Meer abrunden möchte, kombiniert diese Route mit dem historisch-künstlerischen Rundgang, der von der Piazza Tasso hinunter nach Marina Grande führt.
Galerie 4 Fotos
Eine Reise in die Vergangenheit Sorrents
01 · Foto: Mentnafunangann, CC BY-SA 3.0 02 · Foto: Steven Chiefa, Public domain 03 · Foto: MentNFG, CC BY-SA 4.0 04 · Foto: Elliott Brown, CC BY 2.0